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Mobili­täts­strategie und Hinter­gründe für Fulda

Mobilität in Fulda bedeutet heute mehr, als nur von einem Ort zum anderen zu kommen. Menschen sollen das Verkehrsmittel nutzen können, das am besten zu ihrem Weg passt. Und auch Kinder dürfen schon früh lernen, sich selbstständig fortzubewegen.

Als Stadt Fulda setzen wir auf eine umweltfreundliche Mobilität. Deshalb plant die Stadt Mobilität so, dass verschiedene Verkehrsmittel gemeinsam gedacht und gefördert werden. Damit soll die bisher ungleiche Verteilung des Verkehrsraums verbessert werden.

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus, mit Sharing-Angeboten oder mit dem eigenen Auto: Jedes Verkehrsmittel hat Vorteile und wird passend gefördert. Dafür gibt es verschiedene Konzepte und Planungen. Gemeinsam haben sie das Ziel, Mobilität in Fulda klimafreundlicher, besser für den Alltag, barriereärmer und besser vernetzt zu machen.

E-Bike-Fahrerin fährt nach rechts
Mobilitätsstrategie-Icon

Mobilitäts­strategie

Die Mobilitätsstrategie der Stadt Fulda hat ein klares Ziel: Mobilität soll nachhaltig sein. Deshalb wird vor allem das Zufußgehen, der Radverkehr und das Busfahren gestärkt.

Der Verkehrsentwicklungsplan Fulda 2035 gibt dafür den Rahmen vor. Ergänzt wird er durch weitere Konzepte, zum Beispiel den Nahverkehrsplan, das Radverkehrskonzept, den Masterplan Green City, ein City-Logistik-Konzept, Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept und verschiedene Konzepte für einzelne Stadtteile.

So entsteht Schritt für Schritt eine Mobilität in Fulda, die Wege einfacher macht und gleichzeitig Klima, Umwelt und das Stadtbild berücksichtigt.

Da sich Verkehrsregeln und technische Anforderungen immer wieder ändern, müssen die Konzepte regelmäßig angepasst werden. Deshalb arbeitet die Stadt derzeit an einer neuen Strategie für den Fußverkehr und überarbeitet das bestehende Radverkehrskonzept.

Mobilitäts­daten Fulda

Wer Mobilität in Fulda besser verstehen möchte, sollte auch auf die Zahlen schauen. Die aktuellen Daten zeigen, wie viel Potenzial gerade in einer Stadt der kurzen Wege steckt: 74 Prozent aller Wege in Fulda sind kürzer als fünf Kilometer. Bei Wegen zwischen drei und fünf Kilometern wird trotzdem zu 77 Prozent das Auto genutzt. Gleichzeitig werden im Binnenverkehr 36 Prozent der Wege zu Fuß zurückgelegt. Genau hier wird sichtbar, warum Themen wie Radverkehr, Fußverkehr und gute Verknüpfungen zwischen den Verkehrsmitteln für Fulda so wichtig sind, da wir eine Stadt der kurzen Wege sind und diese Vorteile auch nutzen sollten.

Für die Einordnung helfen zwei Blickwinkel: Die SrV-Daten zeigen das Mobilitätsverhalten direkt in der Stadt Fulda. Die MiD-Ergebnisse ergänzen diesen Blick um regionale und bundesweite Vergleiche. So wird aus einzelnen Zahlen ein verständlicheres Bild davon, wie Menschen in Fulda unterwegs sind und wo Entwicklungsmöglichkeiten liegen.

Wege-Icon

Aktuelles

Mobilität ist in Fulda kein starres Thema, sondern ein laufender Entwicklungsprozess. Im Mobilitätsmanagement der Stadt werden unter anderem Verkehrsentwicklungsplanungen begleitet, der Nahverkehrsplan fortgeschrieben, Mobilitätsdaten ausgewertet sowie Radverkehrs- und Fußverkehrskonzepte bearbeitet. Hinzu kommen Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept, etwa in den Bereichen Elektromobilität, Sharing und öffentlicher Nahverkehr. So wird Mobilität in Fulda kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst.

Radverkehrs­konzept

Das Radverkehrskonzept der Stadt Fulda ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Radverkehrs im Stadtgebiet. Es wurde bereits 1992 beschlossen, 2009 erstmals fortgeschrieben und 2021 erneut überarbeitet. Damit bildet es die planerische Basis für den Ausbau der Radinfrastruktur und für Maßnahmen, die Fahrradfahren in Fulda sicherer, direkter und attraktiver machen sollen. Besonders praktisch: Die im Konzept entwickelten Maßnahmen sind auch über eine interaktive Onlinekarte abrufbar.

Gerade für eine Stadt wie Fulda, in der viele Wege kurz sind, spielt der Radverkehr eine wichtige Rolle. Das Konzept hilft dabei, Radwege, Verbindungen und Prioritäten nicht nur einzeln zu betrachten, sondern als zusammenhängendes Netz zu denken. Das macht die Planung nachvollziehbarer und zeigt, wie sich Fahrradfahren im Alltag weiter stärken lässt.

Verkehrs­entwicklungs­plan

Der Verkehrsentwicklungsplan, kurz VEP, ist der strategische Rahmen für die künftige Verkehrsentwicklung in Fulda. Er betrachtet alle wichtigen Wegezwecke wie Arbeit, Ausbildung, Einkauf oder Freizeit und bezieht dabei alle Verkehrsmittel mit ein: Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, motorisierten Individualverkehr und Wirtschaftsverkehr.

Ziel ist es, eine mittel- und langfristige Strategie für die Entwicklung des Mobilitätsverhaltens und der Verkehrsinfrastruktur in Fulda zu formulieren und Maßnahmen mit klaren Prioritäten abzuleiten. Der VEP ist deshalb so wichtig, weil er die Richtung vorgibt. Er zeigt nicht nur, wo Fulda heute steht, sondern auch, wie die Stadt ihre Mobilität in den kommenden Jahren weiterentwickeln will. Ein klares Ziel des VEP ist die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität für ein attraktives, lebenswertes, bedarfsgerechtes, gesundes und ein nachhaltig funktionierendes Fulda.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Der Nahverkehrsplan beschreibt die Rahmenbedingungen und Mindeststandards für den öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet Fulda. Die Stadt ist als Aufgabenträgerin für Planung, Organisation und Durchführung des ÖPNV zuständig. Der NVP ist damit die zentrale Grundlage, wenn es um das Busangebot und die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Fulda geht. Derzeit wird der Nahverkehrsplan fortgeschrieben.

Fuß- und Radverkehr sind in Hessen ein fester Bestandteil der Nahmobilitätsstrategie. Das Land unterstützt Kommunen bei der Planung und dem Bau von Infrastruktur und fördert den Rad- und Fußverkehr. Für Städte wie Fulda ist das wichtig, weil lokale Maßnahmen dadurch nicht isoliert stehen, sondern Teil einer größeren Entwicklung in Hessen sind.

Für Fulda bedeutet die Verkehrswende im Kern nicht, ein Verkehrsmittel gegen ein anderes auszuspielen. Gemeint ist vielmehr, Mobilität sinnvoller und der Bedarfe entsprechend zu organisieren: kurze Wege stärker zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzbar zu machen, den ÖPNV als verlässliche Option auszubauen, Verkehrsmittel besser zu verknüpfen und den öffentlichen Raum so zu gestalten, dass Lebensqualität, Teilhabe und Klimaschutz mitgedacht werden. Das ist eine zusammenfassende Deutung der strategischen Ziele, die die Stadt in ihren Verkehrs- und Mobilitätskonzepten beschreibt.

Ansprech­­partner zum Fahrrad­fahren in Fulda

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Kontakt

Stephan Fehrenbach
Mobilitätsmanagement: Konzeptionelle Verkehrsplanung sowie Förderung des Sharing, Rad- und Fußverkehrs der Stadt Fulda

E-Mail: stephan.fehrenbach@fulda.de
Telefon: 0661 102 1634